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Auffällig sind leseschwache Schüler, bei denen die Leseschwäche ganz aus dem Rahmen ihrer übrigen Schulleistungen fällt. Es läßt sich kein Grund für ihr Versagen finden. Für die Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) wurde der Begriff Legasthenie geprägt.
Die Lese-Rechtschreib-Schwäche ist eine Leistungsstörung, welche im Rahmen eines konventionellen Lese-Rechtschreibunterrichts zu einer Stagnation des Lernprozesses führt, während in anderen Leistungsbereichen primär dem Intelligenzniveau des Kindes entsprechende Leistungen erzielt werden.
Erkennen Eltern oder Lehrer eine Legasthenie, sollte eine logopädische Praxis konsultiert werden.
Bei unterlassener Behandlung wird der weitere Lebensweg des Kindes negativ beeinflußt; weiterführende Bildungswege werden ihm verschlossen bleiben.
Eine Ursache für Lese-Rechtschreib-Schwäche ist die Zentrale Fehlhörigkeit.
Was ist zentrale Fehlhörigkeit? Der Mensch kann Töne, Klänge und Laute hören, diese werden aber erst in der zentralen Hörverarbeitung zu sinnvollen Informationen umgesetzt. Ist dies nicht der Fall, so liegt eine zentrale Fehlhörigkeit vor.
Anzeichen einer zentralen Fehlhörigkeit können sein:
- rhythmische Probleme
- verzögertes Verstehen
- Konzentrationsschwäche
- Hyperaktivität
- Außenseiter-Verhalten
- verwaschene Artikulation
Die zentrale Fehlhörigkeit kann erkannt und in einer logopädischen Therapie behandelt werden. Der Behandlungsbeginn sollte frühzeitig erfolgen, so etwa ab ca. 8 Jahren (2. Kasse). Soweit möglich, sollte die Therapie unter Einsatz computergestützter Verfahren erfolgen. Die Behandlung kann in Einzel- als auch Gruppentherapien erfolgen.
Mehr als 10% aller Schüler jeder Jahrgangsstufe gelten als lese-rechtschreib-schwach. Während der Grundschuljahre wird dem Betroffenen in einigen Bundesländern ein Förderunterricht zuteil. Hier wird schwerpunktmäßig Lesen und Schreiben geübt. Über Gründe und Zusammenhänge wird oftmals nicht tiefgehend genug nachgedacht, weil es keine geeigneten Therapiemethoden zu geben schein. Dies aber ist nicht der Fall.
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